Arbeitskreis diskutiert Fragen des Wo und des Wie

Kupferzell – Nachdem bei der letzten Sitzung des Arbeitskreis Netzbooster beschlossen wurde, dass das OB, also die Frage der grundsätzlichen Notwendigkeit der Anlage, nicht mehr im Dialog thematisiert werden soll, widmete sich das Gremium jetzt den Fragen des Wo und des Wie. In der vierten Sitzung am 25. März 2021 diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über mögliche Standorte, die Bauweise und einzusetzende Batterietechnik. Die Gemeinde Kupferzell stellte jeweils Kriterien vor, die aus ihrer Sicht bei diesen drei Aspekten zu berücksichtigen sind. Die Gemeinde schlug auch konkrete Standorte vor,  wenngleich sie nach wie vor den Bau auf Gemeindegebiet grundsätzlich vermeiden möchte.

Konsens zu Bauweise und Batterietechnik

Bezüglich Batterietechnik/Bauweise konnte Konsens dahingehend erzielt werden, dass aus Sicherheitsgründen eine Containerbauweise zu bevorzugen ist und als Batterietechnik Lithium-Eisenphosphat einzusetzen ist. Andere Batterietechniken wie Redox-Flow und Organic-Flow (auch im Mischbetrieb) wurden von den Fachexperten Dr. Peter Eckerle, Geschäftsführer des StoREgio Energiespeichersysteme e. V. und Dr. Olaf Böse, Fachgebietsleiter ECA im Batterietestzentrum des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung (ZSW) erörtert. Unter Berücksichtigung verschiedener Kriterien wie Energieeffizienz (Platzbedarf), Technologiereife, Wartungsintensität und Marktverfügbarkeit empfehlen auch die Experten eindeutig Lithium-Eisenphosphat.

Standort noch offen

Der ebenfalls hinzugezogene unabhängige Sachverständige für Umweltverträglichkeitsprüfungen Dr. Joachim Hartlik erklärte, dass im formellen Planfeststellungsverfahren grundsätzlich eine Offenlegung der Unterlagen vorgesehen ist und dann auch Einwände zur Standortwahl von der Gemeinde eingebracht werden können. Er empfiehlt, dass im Vorfeld des förmlichen Verfahrens zusätzlich Informationen im Arbeitskreis zum Stand der Planung geteilt werden sollten.

Aus Sicht der Gemeinde sollte die TransnetBW den Arbeitskreis frühzeitig (nicht erst im formellen Verfahren) über die Abwägung der Standortkriterien informieren, auch um eine Nachvollziehbarkeit zu gewährleisten.

Die TransnetBW wird jetzt Gespräche über zu untersuchende Kriterien und Standorte mit der Genehmigungsbehörde führen und Zwischenergebnisse dazu bei der nächsten Arbeitskreissitzung vorstellen.

Das Forum Energiedialog moderierte die Sitzung. Die Aufzeichnung der Veranstaltung können Sie hier anschauen: Video 4. Sitzung, 25.03.2021

 

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