Schwetzingen und Plankstadt

In Schwetzingen, nahe an der Grenze zur Nachbargemeinde Plankstadt, plant die GeoHardt GmbH, ein Joint Venture der MVV Energie AG und der EnBW Energie Baden-Württemberg, die Errichtung eines tiefengeothermischen Heizwerks. Untersuchungen zeigen am geplanten Standort ein hohes geothermisches Potenzial mit Temperaturen von über 160 °C im Untergrund.

Die geplante Nutzung der hydrothermalen Geothermie soll einen wichtigen Beitrag zur klimaneutralen Wärmeversorgung der Region leisten. Dabei wird heißes Wasser aus 3.500 bis 4.000 Metern Tiefe an die Oberfläche befördert, zur Wärmegewinnung genutzt und anschließend wieder in den Untergrund zurückgeführt. Die Wärme soll in das bestehende Fernwärmenetz eingespeist und so für die Versorgung der angeschlossenen Haushalte und Betriebe genutzt werden. Zudem ist ein weiterer Ausbau des Fernwärmenetzes geplant, um zusätzliche Haushalte anschließen zu können.

In der Region gibt es Bedenken zur Nutzung der Technik, insbesondere hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf Gebäude, Umwelt und Trinkwasser. Vor diesem Hintergrund haben die Kommunen Schwetzingen und Plankstadt mit Unterstützung des Forums Energiedialog (FED) einen strukturierten Dialogprozess gestartet. Ziel ist es, offene Fragen transparent zu klären und unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen.

Auftakt des Dialogs war eine öffentliche Sitzung der Gemeinderäte Schwetzingen und Plankstadt mit anschließendem Infomarkt, bei der die GeoHardt GmbH ihren Standort in Schwetzingen bekannt gab. Zudem wurde ein Projektbeirat gegründet, der die Projektentwicklung aus kommunaler Sicht und eröffnet einen fortlaufenden Gesprächskanal zwischen dem Vorhabenträger und den kommunalen Akteuren. Er definiert und erörtert priorisierte Fragestellungen, transportiert wesentliche Ergebnisse in die Öffentlichkeit und begleitet die Projektentwicklung kontinuierlich. Im Beirat sind Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Bürgerschaft und Vorhabenträger vertreten.

Das FED moderiert den Prozess allparteilich und sorgt bei Bedarf für die Einbindung unabhängiger fachlicher Expertise.

Aktivitäten:

  • Informationsabend am 22. April 2026: Öffentliche Sitzung der Gemeinderäte Schwetzingen und Plankstadt mit anschließendem Infomarkt
  • Flyer mit Informationen zum GeoHardt-Vorhaben und zum Informationsabend
  • Projektbeirat:
    • 1. Konstituierende Sitzung des Projektbeirats (2. Juli 2026)
    • 2. Sitzung des Projektbeirats zum Thema Grundwasserschutz und Genehmigungsverfahren (Film, 22. September)
    • 3. Sitzung des Projektbeirats zum Thema „induzierte Seismizität und Schadensregulierung“ am 17. November
  • Fachbeitrag Wasserschutz und Genehmigungsverfahren

Presseecho:

Geothermie-Vorhaben: Schwetzingen und Plankstadt setzen auf transparenten Dialogprozess – Interview mit Jakob Lenz vom Forum Energiedialog

Schwetzinger Zeitung, 14.04.2026 (bezahlpflichtig)

Kontaktdaten

Teamleitung:

Jakob Lenz, Tel. 0152 015 51 745, E-Mail: j.lenz@energiedialog-bw.de

Teamkoordination:

Alina Miescher, Tel. 0171 121 05 16, E-Mail: a.miescher@energiedialog-bw.de