Bruchsal: Informationsmöglichkeiten vor dem Bürgerentscheid Windenergie

Am 14. Dezember 2025 stimmen die Bruchsaler Bürgerinnen und Bürger darüber ab, ob die Stadt ihre Grundstücke im Wald zwischen Obergrombach und Helmsheim für einen Windpark verpachtet. Der Gemeinderat hatte im Mai 2025 mit großer Mehrheit beschlossen, die Flächen für den Windpark „Bruchsal Süd“ zu verpachten und einen Poolingsprozess inklusive Projektiererauswahl gestartet. Dagegen hatte die „Bürgerinitiative Kein Windrad im Wald“ Unterschriften gesammelt und einen Bürgerentscheid bewirkt. Der Projektierer Energiequelle GmbH plant derzeit einen Windpark mit sieben Anlagen, davon vier im Stadtwald sowie drei auf privaten Flächen im Offenland.

Das Forum Energiedialog unterstützte die Stadt Bruchsal bei der Erstellung einer Infobroschüre, eines Infofilms sowie der Organisation und Moderation von verschiedenen Informationsveranstaltungen.

Am 19. November 2025 kamen rund 300 Interessierte ins Sportzentrum in Bruchsal und informierten sich über den geplanten Windpark. Nach einer Begrüßung des Oberbürgermeisters Sven Weigt erläuterten Vertreterinnen des Stadtplanungsamtes den Sachstand der Flächensuche und der Windenergieplanungen in Bruchsal sowie das Pooling im Windpark „Bruchsal Süd“. Anschließend stellte das Unternehmen Energiequelle den aktuellen Planungsstand des Windparks vor. Als Experte für den Wald beleuchtete Dr. Eberhard Aldinger, Abteilungsleiter Waldökologie der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg im Ruhestand sowie Mitglied im Vorstand des Landesnaturschutzverbandes, die verschiedenen Aspekte von Windenergie im Wald. Darüber hinaus stellten sich das Regierungspräsidium Karlsruhe und die Caeli Wind GmbH, die die Stadt beim Pooling unterstützt hatte, vor. Im zweiten Teil des Abends trugen diverse Akteure ihre Positionen vor: Oberbürgermeister Weigt, Bürgerinitiative „Kein Windrad im Wald“, lokale und überregionale Naturschutzverbände sowie Bürgerinnen und Bürger pro Windkraft. Anschließend hatten Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ihre Fragen an die Vortragenden zu stellen. Vor und nach der Veranstaltung konnten sich Interessierte an Infoständen bilateral mit den Referentinnen und Referenten austauschen.

Fünf Tag später, am 24. November, fand das gleiche Veranstaltungsformat in Helmsheim für die Bürgerinnen und Bürger der besonders betroffenen Ortschaften statt. Rund 300 Personen nutzten die Möglichkeit vor Ort, sich zu informieren. Darüber hinaus konnten sich Interessierte am 22. November ein Bild von den Anlagen machen. Von vier verschiedenen Blickpunkten aus Obergrombach und Helmsheim aus wurden die Windenergieanlagen vom Forum Energiedialog auf Tablets in die Landschaft visualisiert. Insgesamt rund 150 Bürgerinnen und Bürger verschafften sich so einen Eindruck von den Anlagen und kamen über allgemeine Themen der Windenergie ins Gespräch.

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